Neuigkeiten

Die verheerenden Geschäfte der Kelag am Balkan

Die österreichische Kelag stellt sich gerne als ein modernes Unternehmen mit höchsten Umwelt- und Sozialstandards dar. Doch die Realität ist eine andere, die Kelag ist ein Problemunternehmen am Balkan. Seit Jahren protestieren Umweltorganisationen und Anrainer gegen ihre Wasserkraftprojekte und gegen das Verhalten der Mitarbeiter, v.a. im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina.

Beschwerde an Berner Konvention wegen Staudämmen an der Neretva in Bosnien-Herzegowina

++ NGOs erheben bei der Berner Konvention Beschwerde gegen Bosnien-Herzegowina wegen der Bewilligung von Dammbauten an der naturbelassenen oberen Neretva ++ Eine ähnliche Beschwerde wurde bereits im August beim Sekretariat der Energy Community eingereicht ++ Gegenstand ist der unterlassene Schutz der unberührten oberen Flussstrecke der Neretva vor acht geplanten Wasserkraftwerken.

Kelag muss im Kosovo drei Wasserkraftwerke vom Netz nehmen

 15.10.2020

Im Kosovo muss die Kelag die drei von ihre Tochtergesellschaft KELKOS betrieben Wasserkraftwerke Deçani, Belaja, Lumbardhi II vom Netz nehmen! Alle drei Anlagen im Nationalpark. Die Kelag hatte diese Kraftwerke vor Jahren in Betrieb genommen. Weil sie aber trotz vielfacher Aufforderung die Umweltauflagen für den Bau und den Betrieb bis heute nicht erfüllt haben, mussten sie vorgestern Nacht um 00:00 Uhr die drei Kraftwerke vom Netz nehmen.

EILMELDUNG: Wasserkraftwerk Kalivaç wird nicht gebaut, so Premierminister Edi Rama

 25.09.2020

Als Reaktion auf die Erklärung des albanischen Präsidenten Ilir Meta gab Premierminister Edi Rama heute gegenüber den Medien bekannt, dass er ebenfalls die Einrichtung eines Vjosa-Nationalparks befürwortet und dass der Kalivaç-Damm vom Umweltminister abgelehnt wurde. Wir begrüßen die heutige Erklärung des albanischen Premierministers Edi Rama, dass der Fluss Vjosa gerettet und der Kalivaç-Damm nicht gebaut wird.

Allianz gegen Staudamm an der Vjosa wächst

++ Forschungszentrum an der albanischen Vjosa eröffnet ++ Wissenschaftler üben scharfe Kritik an der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zum geplanten Kalivaç-Staudamm ++ Albanischer Staatspräsident spricht sich für Vjosa-Nationalpark aus ++ Auch IUCN sichert Unterstützung zu ++ Der albanische Staatspräsident Ilir Meta eröffnete heute gemeinsam mit Vertretern der Universitäten Tirana und Wien sowie dem Bürgermeister von Tepelena Tërmet Peçi das Vjosa-Forschungszentrum.

Energy Community verschärft Richtlinien für kleine Wasserkraftprojekte und leitet Verfahren gegen Albanien ein

 24.09.2020

Als Reaktion auf den wachsenden öffentlichen Widerstand gegen Kleinwasserkraft, und die sich häufenden rechtlichen Beschwerden, hat die internationale Energieorganisation mit Sitz in Wien nun spezielle Richtlinien für Kleinwasserkraftprojekte veröffentlicht. Außerdem eröffnete das Sekretariat der Energy Community am 14. September 2020 ein Streitbeilegungsverfahren gegen Albanien.

Leonardo DiCaprio unterstützt globale Allianz zum Schutz der Flüsse in Bosnien und Herzegowina

 23.09.2020

Leonardo DiCaprio schließt sich dem Aufruf einer globalen Allianz von Naturschutzorganisationen an, eine im Juni von der Föderation Bosnien und Herzegowina verabschiedete, historische Resolution in Kraft zu setzen. Die Resolution verbietet den Bau neuer Kleinwasserkraftprojekte auf ihrem Territorium. ie Regierung der Föderation hat es versäumt, das Gesetz in Kraft zu setzen.

Ziviler Ungehorsam: AktivistInnen entfernen Rohre eines illegalen Wasserkraftwerks in Serbien!

 17.08.2020

Am vergangenen Samstag, 15. August, kamen mehr als 500 Menschen aus ganz Serbien mit Spaten und Hacken in das Dorf Rakita, um die illegal verlegten Rohre, die zum Kraftwerk Zvonce führen, zu zerstören. Da die Behörden nicht gegen die illegale Vorgehenseise des Investors handelten, nahmen die Menschen die Sache selbst in die Hand.

Fischarten im Mittelmeerraum durch Wasserkraftboom gefährdet

 08.07.2020

Wasserkraftwerke sind eine wesentliche Ursache für den Rückgang zahlreicher Fischarten im Mittelmeerraum. Das zeigt eine neue Studie. Insgesamt wurden 251 gefährdete Süßwasser-Fischarten und deren Bestandssituation in Flüssen rund um das Mittelmeer erfasst sowie der Einfluss von bestehenden und geplanten Wasserkraftwerken auf ihren Bestand bewertet.

Historische Entscheidung für Flüsse in Bosnien-Herzegowina

++ Parlament verhängt Baustopp für Wasserkraftwerke ++ Das Parlament der Föderation in Bosnien-Herzegowina hat Dienstagabend ein Moratorium für alle neuen Kleinwasserkraftwerke im Land beschlossen. Das heißt, es werden keine neuen Kraftwerke mehr genehmigt und bei bereits genehmigten Projekten soll überprüft werden, ob die Genehmigung rechtens war oder nicht.

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